Stundenrechner für Woche, Monat und Überstunden
Tragen Sie für jeden Tag Beginn, Ende und Pause ein: Der Stundenrechner addiert die Wochenstunden, vergleicht sie mit Ihrem Soll und zeigt Überstunden, Minusstunden, Monatsdurchschnitt und Lohn.
Ergebnis
Wochenstunden
42:30 Std.
Überstunden+2:30 Std.
- Soll-Stunden
- 40:00 Std.
- Ø pro Monat (Woche × 13 ÷ 3)
- 184:10 Std.
- Lohn für alle Stunden
- 786,25 €
- Überstundenzuschlag
- + 11,56 €
- Lohn gesamt (brutto)
- 797,81 €
Rechenbeispiel: 40-Stunden-Woche mit 18,50 € Stundenlohn
- Arbeitszeit pro Tag: Mo 7:30–16:30 Uhr − 30 Min. = 8:30 Std., Di 8:00–17:30 Uhr − 45 Min. = 8:45 Std., Mi 8:00–16:30 Uhr − 30 Min. = 8:00 Std., Do 7:30–17:00 Uhr − 45 Min. = 8:45 Std., Fr 8:00–17:00 Uhr − 30 Min. = 8:30 Std.
- Wochenstunden: 8:30 + 8:45 + 8:00 + 8:45 + 8:30 = 42:30 Std., als Dezimalzahl 42,50 Stunden.
- Überstunden: 42:30 Std. − 40:00 Std. Soll = 2:30 Std.
- Lohn: 42,50 h × 18,50 € = 786,25 €. Zuschlag von 25 % auf die Überstunden: 2,50 h × 18,50 € × 0,25 ≈ 11,56 €.
Ergebnis: 42:30 Std. in der Woche, davon 2:30 Std. Überstunden. Bruttolohn: 797,81 € einschließlich 11,56 € Zuschlag.
So rechnet der Stundenrechner
Für jeden Tag der Woche tragen Sie Beginn, Ende und Pause ein. Uhrzeiten tippen Sie wie gewohnt, etwa 7:30, 7.30 oder 730, die Pause in Minuten, zum Beispiel 30 oder 45. Freie Tage lassen Sie einfach leer. Arbeiten Sie jeden Tag zu denselben Zeiten, tragen Sie nur den Montag ein und übernehmen die Zeiten mit „Montag auf Di–Fr übertragen“ für Dienstag bis Freitag.
Der Rechner geht für jeden Tag gleich vor: Ende minus Beginn minus Pause. Endet eine Schicht nach Mitternacht, zum Beispiel bei einer Nachtschicht von 22:00 bis 6:00 Uhr, zählt er bis in den nächsten Tag weiter. Die Tageswerte addiert er zur Summe der Woche und zeigt sie in Stunden und Minuten sowie als Dezimalzahl. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser gespeichert, sodass Sie die Woche Tag für Tag ergänzen können. Als CSV-Datei laden Sie die Woche für Excel herunter, über „Drucken / PDF“ wird daraus ein Stundenzettel auf einer Seite.
Überstunden und Minusstunden berechnen
Tragen Sie unter „Soll-Stunden pro Woche“ Ihre vertragliche Wochenarbeitszeit ein, zum Beispiel 40 oder 38,5. Der Stundenrechner zieht das Soll von Ihren tatsächlichen Stunden ab:
- Mehr als das Soll: Die Differenz sind Überstunden.
- Weniger als das Soll: Die Differenz sind Minusstunden.
Ein Beispiel: Bei 38,5 Stunden Soll und 36:45 Std. Arbeit fehlen 1:45 Std., der Rechner zeigt also 1:45 Minusstunden. Zusätzlich sehen Sie, wie viele Stunden sich daraus für einen Durchschnittsmonat ergeben. Wer seine Arbeitszeit für einen einzelnen Tag mit mehreren Pausen und Gleitzeitkonto berechnen will, nutzt den Arbeitszeitrechner.
Stunden in Lohn umrechnen
Tragen Sie Ihren Stundenlohn ein, berechnet der Stundenrechner den Bruttolohn für die Woche: Wochenstunden als Dezimalzahl mal Stundenlohn. Geben Sie zusätzlich einen Überstundenzuschlag in Prozent an, berechnet er ihn für die Stunden über dem Soll. Bei 2:30 Überstunden, 18,50 € Stundenlohn und 25 % Zuschlag sind das 2,50 × 18,50 € × 0,25 ≈ 11,56 €. Steuern und Sozialabgaben zieht der Rechner nicht ab.
Überstunden auszahlen: Betrag brutto berechnen
Werden Überstunden ausgezahlt statt mit Freizeit ausgeglichen, rechnen Sie nur die Stunden über dem Soll in Geld um: Überstunden als Dezimalzahl mal Stundenlohn, dazu ein vereinbarter Zuschlag. Mit den Zahlen aus dem Beispiel oben:
- Überstunden in Dezimalstunden: 2:30 Std. = 2,50 h.
- Grundbetrag: 2,50 h × 18,50 € = 46,25 €.
- Zuschlag 25 %: 46,25 € × 0,25 ≈ 11,56 €.
- Ausgezahlt werden 57,81 € brutto.
Wie viel davon netto übrig bleibt, hängt von Steuerklasse und Sozialabgaben ab; das berechnet der Stundenrechner nicht.
Ein gesetzlicher Überstundenzuschlag existiert in Deutschland nicht. Ob Überstunden bezahlt, mit Zuschlag vergütet oder mit Freizeit ausgeglichen werden, steht im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung. Nachtarbeitnehmern (§ 2 Abs. 5 ArbZG) steht nach § 6 Abs. 5 ArbZG für die Stunden in der Nachtzeit (23 bis 6 Uhr) eine angemessene Zahl bezahlter freier Tage oder ein angemessener Zuschlag zu, soweit kein Tarifvertrag den Ausgleich regelt. Einen Nachtzuschlag berechnet der Stundenrechner nicht.
Arbeitsstunden pro Monat und Jahr: Tabelle
Ein Durchschnittsmonat hat 13 ÷ 3 ≈ 4,33 Wochen, ein Jahr 52 Wochen. Damit kommen Sie von der Wochenarbeitszeit auf Monats- und Jahresstunden, ohne Urlaub und Feiertage abzuziehen:
| Wochenstunden | Monatsstunden | Monat dezimal | Jahresstunden |
|---|---|---|---|
| 20 Std. | 86:40 Std. | 86,67 h | 1.040 h |
| 25 Std. | 108:20 Std. | 108,33 h | 1.300 h |
| 30 Std. | 130:00 Std. | 130,00 h | 1.560 h |
| 35 Std. | 151:40 Std. | 151,67 h | 1.820 h |
| 37,5 Std. | 162:30 Std. | 162,50 h | 1.950 h |
| 38,5 Std. | 166:50 Std. | 166,83 h | 2.002 h |
| 39 Std. | 169:00 Std. | 169,00 h | 2.028 h |
| 40 Std. | 173:20 Std. | 173,33 h | 2.080 h |
Stunden über mehrere Tage: Zeitraum berechnen
Für Zeiträume über 24 Stunden, etwa einen Montageeinsatz, einen Bereitschaftsdienst oder eine Dienstreise, wählen Sie oben „Zeitraum“. Tragen Sie Beginn und Ende jeweils mit Datum und Uhrzeit ein, Pausen ziehen Sie als Gesamtdauer ab. Der Rechner zeigt das Ergebnis in Stunden und Minuten, als Dezimalzahl und in Tagen. Die Zeitumstellung berücksichtigt er nicht: Liegt die Umstellung im Zeitraum, ist die tatsächliche Dauer im März eine Stunde kürzer und im Oktober eine Stunde länger.
Stempelzeiten runden
Manche Betriebe runden Kommt- und Gehtzeiten auf 5, 6, 10 oder 15 Minuten. Unter „Stempelzeiten runden“ stellen Sie die Rundung ein. Der Rechner rundet jede Zeit auf den nächstgelegenen Wert: Bei 15 Minuten wird aus 7:53 Uhr 8:00 Uhr und aus 7:52 Uhr 7:45 Uhr. Die gerundeten Zeiten erscheinen neben jedem Tag. Ob und wie gerundet wird, legen Arbeitgeber und Betriebsrat meist in einer Betriebsvereinbarung fest.
Pausen und Höchstarbeitszeit
Für jeden Tag prüft der Rechner, ob die eingetragene Pause die Mindestpause nach § 4 ArbZG erreicht: mindestens 30 Minuten bei mehr als 6 Stunden Arbeit und 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden. Ist die Pause zu kurz, zeigt er einen Hinweis. Die Pause eines Tages zählt er dabei als eine zusammenhängende Ruhepause; ob nach 6 Stunden am Stück eine Pause lag, prüft der Arbeitszeitrechner. Nach § 3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschreiten; bis zu 10 Stunden sind möglich, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Bei sechs Werktagen sind das im Schnitt höchstens 48 Stunden pro Woche. Diese Grenze prüft der Rechner nicht. Arbeitszeit, die über 8 Stunden werktäglich hinausgeht, muss der Arbeitgeber nach § 16 Abs. 2 ArbZG aufzeichnen und die Nachweise mindestens zwei Jahre aufbewahren. Nach einem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts (13.09.2022, 1 ABR 22/21) müssen Arbeitgeber darüber hinaus Beginn und Ende der gesamten täglichen Arbeitszeit erfassen. Die Hinweise beschreiben, wie der Rechner die Regeln anwendet, und ersetzen keine Rechtsberatung.
Quellen
- § 2 ArbZG – Begriffsbestimmungen (gesetze-im-internet.de)
- § 3 ArbZG – Arbeitszeit der Arbeitnehmer (gesetze-im-internet.de)
- § 4 ArbZG – Ruhepausen (gesetze-im-internet.de)
- § 6 ArbZG – Nacht- und Schichtarbeit (gesetze-im-internet.de)
- § 16 ArbZG – Aushang und Arbeitszeitnachweise (gesetze-im-internet.de)
- BAG, Beschluss vom 13.09.2022 – 1 ABR 22/21: Pflicht zur Arbeitszeiterfassung (bundesarbeitsgericht.de)
Häufige Fragen
Wie berechne ich meine Überstunden?
Zählen Sie Ihre tatsächlichen Arbeitsstunden der Woche zusammen und ziehen Sie die vereinbarten Soll-Stunden ab. 42:30 Std. Arbeit bei 40 Std. Soll ergeben 2:30 Überstunden; ist das Ergebnis negativ, sind es Minusstunden.
Wie rechne ich Stunden in Lohn um?
Rechnen Sie die Stunden zuerst in Dezimalstunden um und multiplizieren Sie dann mit dem Stundenlohn: 42:30 Std. sind 42,50 Stunden, bei 18,50 € Stundenlohn also 786,25 € brutto. Einen Überstundenzuschlag rechnet der Stundenrechner nur auf die Stunden über dem Soll.
Wie viele Arbeitsstunden hat ein Monat?
Im Durchschnitt Wochenstunden × 13 ÷ 3, weil ein Quartal 13 Wochen hat. Bei 40 Stunden pro Woche sind das 173,33 Stunden (173:20 Std.), bei 38,5 Stunden 166,83 Stunden.
Wie addiere ich Stunden und Minuten?
Addieren Sie Stunden und Minuten getrennt und machen Sie aus je 60 Minuten eine volle Stunde: 8:45 + 8:30 sind 16 Stunden und 75 Minuten, also 17:15 Std. Der Stundenrechner erledigt das für die ganze Woche.
Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?
In Deutschland schreibt kein Gesetz einen Überstundenzuschlag vor, auch nicht das Arbeitszeitgesetz. Ob und wie viel es gibt, regeln Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung. In Österreich und der Schweiz gelten eigene gesetzliche Regeln. Tragen Sie deshalb Ihren eigenen Prozentsatz ein oder lassen Sie das Feld leer.
Wie viel bekomme ich für ausgezahlte Überstunden?
Überstunden als Dezimalzahl mal Stundenlohn, plus ein vereinbarter Zuschlag: 2:30 Überstunden bei 18,50 € sind 2,50 × 18,50 € = 46,25 €, mit 25 % Zuschlag 57,81 € brutto. Steuern und Sozialabgaben zieht der Rechner nicht ab.