Zum Inhalt springen
horacalc

Arbeitszeitrechner mit Pausen und Dezimalstunden

Arbeitszeit = Arbeitsende − Arbeitsbeginn − Pausen. Tragen Sie Beginn, Ende und Pausen ein – der Rechner zeigt die Netto-Arbeitszeit in Stunden und Minuten, als Dezimalzahl und in Industrieminuten.

z. B. 7:30 oder 730

Pausen
Schnell hinzufügen:

prüft die Ruhezeit von 11 Stunden (§ 5 ArbZG)

Soll-Arbeitszeit und Gleitzeit

z. B. 8:00 oder 7,5

z. B. 2:30 oder −1:15

Ergebnis

Arbeitszeit

8:45 Std.

8,75 h dezimal875 Industrieminuten
Anwesenheit
9:30 Std.
Pausen
0:45 Std.

    Meine Woche

    Tag in den Stundenrechner übernehmen

    Noch keine Tage gespeichert. Ihre Woche wird nur in diesem Browser abgelegt.

    Rechenbeispiel: 7:30 bis 17:00 Uhr mit zwei Pausen

    1. Anwesenheit: 17:00 Uhr − 7:30 Uhr = 9:30 Std.
    2. Pausen: Frühstückspause von 9:30 bis 9:45 Uhr (15 Min.) plus Mittagspause von 12:00 bis 12:30 Uhr (30 Min.) = 45 Min.
    3. Arbeitszeit: 9:30 Std. − 0:45 Std. = 8:45 Std.
    4. In Dezimalstunden: 45 Min. ÷ 60 = 0,75. Aus 8:45 Std. werden also 8,75 Stunden oder 875 Industrieminuten.
    5. Gesetzliche Pause: Bei mehr als 6 und höchstens 9 Stunden Arbeit schreibt § 4 ArbZG mindestens 30 Minuten vor. Beide Pausen dauern 15 Minuten oder länger und werden voll angerechnet; die 45 Minuten reichen also aus.

    Ergebnis: 8:45 Std. Arbeitszeit, das sind 8,75 Stunden.

    Arbeitsstunden berechnen: So geht’s

    Wenn Sie Stunden berechnen müssen, etwa für den Stundenzettel oder die Zeiterfassung, brauchen Sie nur Beginn, Ende und Pausen. Den Rest erledigt dieser Arbeitsstunden-Rechner.

    Nach § 2 ArbZG ist Arbeitszeit die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen. Der Rechner zieht alle Pausen ab, die Sie eintragen, auch solche unter 15 Minuten, die nicht auf die Mindestpause nach § 4 angerechnet werden. Er geht in drei Schritten vor:

    1. Anwesenheit: Arbeitsende minus Arbeitsbeginn.
    2. Pausen: alle Pausen zusammenzählen. Überschneiden sich zwei Pausen, die mit Uhrzeit eingetragen sind, zählt die gemeinsame Zeit nur einmal.
    3. Arbeitszeit: Anwesenheit minus Pausen.

    Uhrzeiten können Sie so eintippen, wie Sie es gewohnt sind: 7:30, 7.30 oder 730. Mit „Jetzt“ übernehmen Sie die aktuelle Uhrzeit. Eine Pause geben Sie entweder als Dauer in Minuten ein (30) oder mit Uhrzeit von–bis, wenn Sie wissen, wann Sie Pause gemacht haben. Der Arbeitszeitrechner ist kostenlos und funktioniert online direkt im Browser, ohne Anmeldung. Ihre Eingaben speichert er nur auf Ihrem Gerät. Das Ergebnis können Sie als Link teilen, als CSV-Datei für Excel herunterladen oder als PDF speichern.

    Feierabend berechnen

    Wählen Sie oben „Feierabend“, tragen Sie Arbeitsbeginn, Soll-Arbeitszeit und geplante Pausen ein, und der Rechner zeigt die Uhrzeit, zu der Sie Ihr Soll erreicht haben. Ein Beispiel: Beginn 7:30 Uhr, Soll 8:00 Std., 30 Minuten Mittagspause. 7:30 Uhr + 8:00 Std. + 0:30 Std. ergibt Feierabend um 16:00 Uhr.

    Ist „Gesetzliche Mindestpause ergänzen“ eingeschaltet, plant der Rechner zusätzlich die Pause ein, die § 4 ArbZG für Ihr Soll verlangt, falls Ihre geplanten Pausen nicht reichen. Pausen unter 15 Minuten zählen dabei nicht mit.

    Gleitzeit: Plus- und Minusstunden

    Unter „Soll-Arbeitszeit und Gleitzeit“ tragen Sie ein, wie viele Stunden Sie pro Tag arbeiten sollen, bei 40 Stunden an fünf Tagen also 8:00 Std. Der Rechner zeigt dann den Tagessaldo: Plusstunden (oft Überstunden genannt), wenn Sie länger gearbeitet haben, und Minusstunden, wenn Sie kürzer gearbeitet haben. Geben Sie zusätzlich den bisherigen Stand Ihres Zeitkontos ein, sehen Sie direkt den neuen Stand. Mit 2:00 Std. auf dem Konto und 8:45 Std. Arbeit bei 8:00 Std. Soll stehen danach 2:45 Std. auf dem Zeitkonto.

    Arbeitszeit in Dezimalstunden und Industrieminuten

    Viele Lohnprogramme und Zeiterfassungssysteme rechnen nicht mit Stunden und Minuten, sondern mit Dezimalstunden. Dafür teilen Sie die Minuten durch 60: 30 Minuten sind 0,50 Stunden, 45 Minuten sind 0,75 Stunden. In der Industriezeit hat eine Stunde 100 statt 60 Minuten. 45 Minuten entsprechen damit 75 Industrieminuten und 8:45 Std. sind 875 Industrieminuten.

    Minuten Dezimalstunden Industrieminuten
    10 0,17 16,67
    15 0,25 25
    20 0,33 33,33
    30 0,50 50
    40 0,67 66,67
    45 0,75 75
    50 0,83 83,33

    Die Werte für 10, 20, 40 und 50 Minuten sind gerundet.

    Arbeitszeit pro Woche und Monat: Tabelle

    Ein Monat hat im Durchschnitt 13 ÷ 3 ≈ 4,33 Wochen, weil ein Quartal 13 Wochen hat. So kommen Sie von der vertraglichen Wochenarbeitszeit auf die durchschnittlichen Monatsstunden, mit denen etwa Teilzeitverträge und Lohnabrechnungen arbeiten:

    Wochenstunden Monatsstunden Dezimalstunden
    20 Std. 86:40 Std. 86,67 h
    30 Std. 130:00 Std. 130,00 h
    38,5 Std. 166:50 Std. 166,83 h
    40 Std. 173:20 Std. 173,33 h

    Weitere Wochenstunden mit Monats- und Jahreswerten finden Sie im Stundenrechner, der auch eine ganze Woche mit Überstunden und Lohn berechnet.

    Unter „Meine Woche“ speichern Sie jeden berechneten Tag mit „Tag speichern“. Der Rechner addiert die Tage zur Wochensumme, zeigt bei eingetragenem Soll den Saldo und rechnet die Woche mit derselben Formel auf einen Durchschnittsmonat hoch. Ein Beispiel: Fünf Tage mit je 8:45 Std. ergeben 43:45 Std. in der Woche (43,75 h). Im Durchschnittsmonat sind das 43,75 × 13 ÷ 3 = 189,58 h, also 189:35 Std.

    Gesetzliche Pausen: So wendet der Rechner § 4 ArbZG an

    Das Arbeitszeitgesetz schreibt in § 4 Mindestpausen vor, dort „Ruhepausen“ genannt. Der Rechner wendet die Vorschrift so an:

    • Mehr als 6 Stunden Arbeit: mindestens 30 Minuten Pause.
    • Mehr als 9 Stunden Arbeit: mindestens 45 Minuten Pause.
    • Auf die Mindestpause werden nur Pausen ab 15 Minuten angerechnet.

    Ist die Pause zu kurz, zeigt der Rechner einen Hinweis. Wenn Sie „Gesetzliche Mindestpause ergänzen“ einschalten, zieht er die kürzeste zusätzliche Pause ab, mit der die Mindestpause eingehalten ist. Ein Beispiel: Von 8:00 bis 17:45 Uhr mit 30 Minuten Pause ergeben sich 9:15 Std. Arbeit. Dafür wären 45 Minuten Pause nötig. Der Rechner ergänzt 15 Minuten. Damit sind es insgesamt 45 Minuten Pause und 9:00 Std. Arbeitszeit, und die Regel ist erfüllt.

    Nach § 4 ArbZG dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer außerdem nicht länger als 6 Stunden hintereinander ohne Ruhepause beschäftigt werden. Tragen Sie Ihre Pausen mit Uhrzeit (von–bis) ein, prüft der Rechner auch das; Pausen unter 15 Minuten zählen dabei nicht als Unterbrechung. Er zeigt einen Hinweis, wenn Sie mehr als 6 Stunden am Stück gearbeitet haben. Bei Pausen, die nur als Dauer eingetragen sind, ist nicht bekannt, wann sie lagen; dann entfällt diese Prüfung. Für Jugendliche gelten nach § 11 JArbSchG strengere Pausenregeln, und Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen können abweichende Regeln enthalten. Die Werte gelten für Deutschland; in Österreich und der Schweiz gelten eigene Pausen- und Ruhezeitregeln. Das Ergebnis ersetzt keine Rechtsberatung.

    Ruhezeit und Nachtschicht

    Nach dem Ende der täglichen Arbeitszeit schreibt § 5 ArbZG grundsätzlich eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden vor. In einigen Bereichen, etwa in Krankenhäusern und Gaststätten, erlaubt § 5 Abs. 2 eine Verkürzung um bis zu eine Stunde mit Ausgleich. Tragen Sie unter „Nächster Arbeitsbeginn“ ein, wann Sie am Folgetag anfangen, dann zeigt der Rechner die Ruhezeit und weist darauf hin, wenn es weniger als 11 Stunden sind.

    Nachtschichten müssen Sie nicht gesondert kennzeichnen: Liegt das Arbeitsende vor dem Arbeitsbeginn, zählt der Rechner über Mitternacht weiter. Aus 22:00 bis 6:00 Uhr werden 8:00 Std. Nach § 3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit (Montag bis Samstag) 8 Stunden nicht überschreiten. Bis zu 10 Stunden sind möglich, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Für Nachtarbeitnehmer verkürzt § 6 Abs. 2 ArbZG diesen Zeitraum auf einen Kalendermonat oder vier Wochen. Diese Grenzen prüft der Rechner nicht.

    Quellen

    Häufige Fragen

    Wie viel Pause steht mir bei 8 Stunden zu?

    Bei mehr als 6 und bis zu 9 Stunden Arbeit sieht § 4 ArbZG mindestens 30 Minuten Pause vor. Bei 8 Stunden Arbeitszeit sind es also mindestens 30 Minuten, die auch in zwei Abschnitte zu je 15 Minuten aufgeteilt werden können.

    Muss ich bei genau 6 Stunden Pause machen?

    Nach § 4 ArbZG nicht: Die Pausenpflicht beginnt erst bei mehr als 6 Stunden Arbeit. Bei genau 6:00 Std. ist keine Pause vorgeschrieben, sobald es mehr als 6:00 Std. sind, mindestens 30 Minuten. Für Jugendliche gelten strengere Regeln.

    Wie rechne ich Arbeitszeit in Dezimalstunden um?

    Teilen Sie die Minuten durch 60 und addieren Sie das Ergebnis zu den vollen Stunden: 7:45 Std. sind 7 + 45 ÷ 60 = 7,75 Stunden. Der Rechner zeigt den Dezimalwert und die Industrieminuten (hier 775) automatisch an.

    Zählen Pausen unter 15 Minuten?

    Für die gesetzliche Mindestpause nicht, denn nach § 4 ArbZG darf die Mindestpause nur in Abschnitte von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Der Rechner zieht kürzere Pausen zwar von der Arbeitszeit ab, rechnet sie auf die vorgeschriebenen 30 oder 45 Minuten aber nicht an.

    Wie viele Stunden hat ein Monat bei 40 Stunden pro Woche?

    Im Durchschnitt 173,33 Stunden, also 173:20 Std. Gerechnet wird mit 13 Wochen pro Quartal: 40 × 13 ÷ 3 = 173,33. Die Tabelle weiter oben zeigt Werte für andere Wochenstunden.

    Kann der Arbeitszeitrechner Nachtschichten berechnen?

    Ja. Endet die Schicht nach Mitternacht, z. B. von 22:00 bis 6:00 Uhr, zählt der Rechner bis in den nächsten Tag und kommt auf 8:00 Std. Die Zeitumstellung berücksichtigt er nicht: Fällt die Schicht in die Nacht der Umstellung auf Sommerzeit (Ende März), ist die tatsächliche Arbeitszeit eine Stunde kürzer, bei der Umstellung auf Winterzeit (Ende Oktober) eine Stunde länger.